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Sprachenunterricht Sekundarstufe II

Koordination des Fremdsprachenunterrichts auf Sekundarstufe II

Schon seit 2001/2002, und später nach dem einstimmigen Beschluss vom 25. März 2004 über die Strategie für den Sprachenunterricht in der obligatorischen Schule, hatte die EDK beschlossen, Arbeiten zur Koordination des Sprachenunterrichts auf der nachfolgenden Stufe – also den verschiedenen Bildungswegen der Sekundarstufe II – einzuleiten. Es entspricht einer Evidenz, dass sich das Bestreben, den Sprachenunterricht zu verbessern, nicht auf die obligatorische Schule beschränken kann; die EDK misst der Tatsache, dass alle Einwohnerinnen und Einwohner dieses Landes einen Abschluss auf der Sekundarstufe II erlangen können, grösste Bedeutung zu. Auch in der Arbeitswelt und in den Bildungsgängen der Tertiärstufe sind die Fremdsprachenanforderungen gestiegen.

Die von der EDK in diesem Sinne angestrengten Arbeiten bezweckten nicht, ein Gesamtsprachenkonzept für die Sekundarstufe II, sondern eine kohärente Strategie und Instrumente zu deren Umsetzung zuhanden der Kantone zu entwickeln. Folgende Dimensionen galt es dabei zu koordinieren:

1. Eintrittsvoraussetzungen in die Sekundarstufe II, festgelegt im Rahmen von HarmoS;
2. Zielsetzungen und Möglichkeiten für deren Umsetzung für jeden Bildungsweg der Sekundarstufe II;
3. Systematische Festlegung der Austrittsniveaus je nach Maturitätstyp, basierend auf dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für die rein sprachlichen Kompetenzen, sowie die genauere Beschreibung der kulturellen und sozialen Zielsetzungen;
4. Handlungs- und Koordinationsmassnahmen, die es erlauben, Koordination und Qualitätsentwicklung effizient und pragmatisch umzusetzen.

In diesem Sinn wurde einer Expertengruppe und einer Begleitgruppe der Auftrag erteilt, eine Bestandesaufnahme der aktuellen Situation vorzunehmen, diese zu analysieren sowie realisierbare Zielsetzungen und Massnahmen zu deren Umsetzung vorzuschlagen. Der entsprechende Bericht und weitere nützliche Dokumente zum Thema können nachfolgend heruntergeladen werden. Nach dem Entscheid des EDK-Vorstandes vom 6. September 2007 wurde ein Strategie-Entwurf ausgearbeitet. Dieser Entwurf vom 21. April 2008 war bis Ende 2008 in Vernehmlassung. Die Auswertung der Vernehmlassung ist zugänglich. Der EDK Vorstand hat an seiner Sitzung vom 6. und 7. Mai 2010 das Generalsekretariat beauftragt, abgestützt auf die zusammengetragenen Vernehmlassungsantworten eine angepasste Strategie vorzubereiten. Dieses Projekt wird in den entsprechenden Organen der EDK diskutiert werden und sollte im ersten Halbjahr 2011 zum Entscheid vorliegen.

Dokumentation